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Hand in Hand für die kleinsten Patienten

13.05.2026

Pleißental-Klinik Werdau und Heinrich-Braun-Klinikum gehen pädiatrische Kooperation ein.

Seit Mai sind die Pädiater des HBK-Kinderzentrums Ansprechpartner in Belangen der ärztlichen Versorgung von Neugeborenen in der Pleißentalklinik Werdau.  

Oben v.l.n.r: Kinderkrankenschwester Kerstin Sander, frischgebackene Mama Vanessa Püschel-Seltmann mit Tochter Ella, Kinderkrankenschwester und Stationsleiterin Konstanze Marx, Hebamme Antje Pohler
Unten v.l.n.r.: Kinderärztin Anne Haupt vom HBK Zwickau und Gynäkologin Franziska Jakesch von der Pleißental-Klinik.
Seit Mai sind die Pädiater des HBK-Kinderzentrums Ansprechpartner in Belangen der ärztlichen Versorgung von Neugeborenen in der Pleißentalklinik Werdau. Oben v.l.n.r: Kinderkrankenschwester Kerstin Sander, frischgebackene Mama Vanessa Püschel-Seltmann mit Tochter Ella, Kinderkrankenschwester und Stationsleiterin Konstanze Marx, Hebamme Antje Pohler Unten v.l.n.r.: Kinderärztin Anne Haupt vom HBK Zwickau und Gynäkologin Franziska Jakesch von der Pleißental-Klinik.
Die Kinderärztinnen und -ärzte führen wochentags Visiten, Vorsorgeuntersuchungen, Screenings und Prophylaxen bei den Neugeborenen durch.
Die Kinderärztinnen und -ärzte führen wochentags Visiten, Vorsorgeuntersuchungen, Screenings und Prophylaxen bei den Neugeborenen durch.

Werdau/Zwickau. Nach intensiven Gespräche und konstruktiven Verhandlungen besteht seit dem 01. Mai 2026 eine kinderärztliche Kooperation zwischen der Pleißental-Klinik Werdau (PTK) und dem Heinrich-Braun-Klinikum (HBK) in Zwickau. Hintergrund der Zusammenarbeit sind die zunehmenden Herausforderungen für kleinere und mittlere Geburtskliniken – insbesondere bei der Sicherstellung einer dauerhaft verfügbaren pädiatrischen Versorgung.

Im Rahmen der Kooperation übernimmt das Heinrich-Braun-Klinikum künftig die pädiatrische Mitbetreuung der Neugeborenen an der Pleißental-Klinik Werdau. Durch die enge Zusammenarbeit beider Häuser können werdende Eltern auch weiterhin wohnortnah entbinden und zugleich auf die Expertise spezialisierter Kinderärztinnen und Kinderärzte vertrauen. Der Fokus der Geburtshilfe in Werdau liegt nun auf der Betreuung von risikoarmen Schwangeren und Begleitung physiologischer Geburten. Entbindungen sind ab der 37+0 Schwangerschaftswoche möglich. Liegen besondere Befunde in der Schwangerschaft vor, werden diese zur Geburtsplanung speziell angeschaut, um abschließend eine Empfehlung für den optimalsten Entbindungsort aussprechen zu können. Der geburtshilfliche Standort Werdau geht somit nicht verloren, sondern bekommt ein neues Profil, um Frauen und ihren Familien auch in Zukunft die Wahl als Geburtsortes zu ermöglichen.
 
Da sich die Kliniklandschaft auch in Südwestsachsen im Wandel befindet, werden zukünftig Kooperationen zwischen nahegelegenen Krankenhäusern immer mehr von Bedeutung sein. Das Heinrich-Braun-Klinikum deckt nun neben dem Rudolf-Virchow-Klinikum Glauchau auch die Pleißental-Klinik Werdau mit einer kinderärztlichen Versorgung ab. „Diese Kooperation ist ein starkes Signal für eine moderne kommunale Gesundheitsversorgung“, betont HBK-Geschäftsführerin Bianca Steiner. „Uns eint das gemeinsame Ziel, Schwangeren und ihren Neugeborenen eine wohnortnahe, sichere und verlässliche Versorgung rund um die Geburt anbieten zu können. Durch die Inanspruchnahme unserer medizinischen Kompetenzen und Ressourcen in der Pädiatrie, entsteht eine tragfähige Lösung zum Wohle der Neugeborenen und ihrer Familien.
 
Die Kooperation im Detail
Im Zuge der Kooperation steht auch zukünftig auf der Wochenbettstation wochentags ein Pädiater des HBK-Kinderzentrums zur Visite und für alle notwendigen Vorsorgeuntersuchungen, Screenings und Prophylaxen beim Neugeborenen zur Verfügung. Sollte eine Entlassung am Wochenende stattfinden, kann die U2 nachstationär am darauffolgenden Montag in der Werdauer Klinik nachgeholt werden. Auch geplante Kaiserschnitte sind wochentags mit Begleitung eines Kinderarztes möglich. An Wochenenden, Brückentagen und Feiertagen existiert eine kinderärztliche Rufbereitschaft. Für die Erstversorgung des Neugeborenen nach der Geburt sind wie bisher der diensthabende Gynäkologe und die betreuende Hebamme verantwortlich. Zusätzlich stehen ein Anästhesist und ein Notfallteam rund um die Uhr in der Klinik zur Verfügung, um ein behandlungsbedürftiges Neugeborenes zu betreuen, bis der alarmierte Kinderarzt aus dem HBK eintrifft. Im Falle einer notwendigen Verlegung wird weiterhin mit den umliegenden Krankenhäusern zusammengearbeitet. Auch Sven Hendel, der Geschäftsführer von der Pleißental-Klinik, zeigt sich erfreut: „Wir müssen die medizinische Versorgung gemeinsam in der Region für die Region weiterentwickeln. Diese Kooperation ist ein tolles Beispiel für die wohnortnahe Versorgung in familiärer Atmosphäre. Der Storch kann also auch weiterhin in Werdau landen.“


Ansprechpartner

HBK-Unternehmenskommunikation