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Erweiterung unseres Behandlungsspektrums bei Mitralklappeninsuffizienz

31.08.2026

Vergangene Woche wurden die ersten beiden Patienten in unserem Herzkatheterlabor mit dem Carillon Mitral Contour System behandelt. Damit steht bei ausgewählten Patienten mit einer Mitralklappeninsuffizienz neben den etablierten Verfahren eine weitere interventionelle Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung.

Op-Team im Herzkatheterlabor
Vergangene Woche wurden die ersten beiden Patienten mit Mitralklappeninsuffizienz in unserem Herzkatheterlabor mit dem Carillon Mitral Contour System behandelt.
Nahaufnahme Drahtgeflecht Carillon-System
Ein kleines Draht-Implantat wird kathetergestützt in eine Vene nahe der Mitralklappe eingebracht. Dort wird es so positioniert, dass der Bereich um die Mitralklappe unterstützt und die Undichtigkeit reduziert werden kann.

Wenn die Mitralklappe nicht richtig schließt
Die Mitralklappe befindet sich zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer. Sie sorgt dafür, dass das Blut beim Herzschlag in die richtige Richtung fließt. Bei einer Mitralklappeninsuffizienz schließt die Mitralklappe nicht mehr vollständig. Dadurch fließt Blut zurück und das Herz muss stärker arbeiten. Für Betroffene kann das unter anderem Atemnot, Müdigkeit und eingeschränkte Belastbarkeit bedeuten.

Eine weitere Option für ausgewählte Patienten
Bisher haben wir Patienten mit einer behandlungsbedürftigen Mitralklappeninsuffizienz mit dem MitraClip-Verfahren behandelt und dabei umfangreiche Erfahrung gesammelt. Mit dem Carillon-System kommt nun eine weitere Therapieoption hinzu. Das Verfahren kann für Patienten interessant sein, die für eine Behandlung mit dem MitraClip nicht oder weniger gut geeignet sind. Die Carillon-Implantation erfolgt über einen Katheter und ist vergleichsweise weniger belastend. Eine Vollnarkose ist dabei nicht erforderlich, und der Eingriff kann meist in etwas mehr als einer Stunde durchgeführt werden.
 
Wie funktioniert das Carillon-System?
Ein kleines Draht-Implantat wird kathetergestützt in eine Vene nahe der Mitralklappe eingebracht. Dort wird es so positioniert, dass der Bereich um die Mitralklappe unterstützt und die Undichtigkeit reduziert werden kann. Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv – also ohne offene Herzoperation. Für welche Patienten das Verfahren geeignet ist, wird individuell durch ein spezialisiertes Herz-Team geprüft. Entscheidend sind dabei die Art der Mitralklappenundichtigkeit, die Herzfunktion und die bisherige Behandlung.
„Mit dem Carillon-System erweitern wir unser Behandlungsspektrum für ausgewählte Patienten. Gerade für Patienten, die für ein MitraClip-Verfahren nicht oder weniger gut geeignet sind, kann es eine interessante Therapieoption darstellen,“ betont Dr. med. Alexander Schmid, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin I.

Ein herzliches Dankeschön an unser Herzkatheter-Team und an das Team von Cardiac Dimensions, das uns bei der Einführung des Verfahrens und den ersten Eingriffen vor Ort unterstützt hat.

Für uns bedeutet moderne Medizin auch, unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten anbieten zu können – und gemeinsam mit unseren Patienten die Therapie auszuwählen, die am besten zur jeweiligen Situation passt.


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HBK-Unternehmenskommunikation