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da Vinci 5: Präzision trifft Erfahrung

02.11.2026

HBK startet mit dem da Vinci 5 in die neueste Ära der roboterassistierten Chirurgie

Das Heinrich-Braun-Klinikum (HBK) in Zwickau geht den nächsten großen Schritt in der modernen Chirurgie: Mit dem da Vinci 5 steht dem Schwerpunktversorger in Südwestsachsen ab sofort die neueste Generation eines roboter-assistierten Operationssystems zur Verfügung. Die ersten Patienten werden in der kommenden Woche mit dem neuen System operiert.
 
Für das HBK ist die Anschaffung des neuesten roboterassistierten Operationssystems eine strategische Investition in die Zukunft der regionalen Versorgung. Als großer Schwerpunktversorger in Südwestsachsen und mit seinem zertifizierten Onkologischen Zentrum verfügt das Klinikum über die Voraussetzungen, die neue Technologie über mehrere operative Fachgebiete hinweg einzusetzen.
 
Mehr Möglichkeiten für anspruchsvolle minimalinvasive Eingriffe
Der da Vinci 5 ist nicht auf einfache Routineoperationen beschränkt. Das System ist für minimalinvasive Eingriffe in den Bereichen Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gynäkologie, Urologie sowie Thoraxchirurgie zugelassen. Gerade bei technisch anspruchsvollen onkologischen Operationen kann die roboterassistierte Chirurgie ihre Stärken ausspielen. Die präzise Steuerung, die dreidimensionale Sicht und die Beweglichkeit der Instrumente unterstützen den Operateur insbesondere dort, wo millimetergenaues Arbeiten in anatomisch anspruchsvollen Regionen erforderlich ist.
Dabei ist nicht allein die Technik entscheidend. Der eigentliche Vorteil des HBK liegt in der Verbindung von moderner Robotik, erfahrenen Operateuren und einem breiten Versorgungsauftrag. Diese Voraussetzungen ermöglichen den umfassenden Einsatz des da Vinci 5. „Wir stellen mit dem da Vinci 5
nicht einfach ein neues Gerät in den OP. Wir wollen die Möglichkeiten der roboterassistierten Chirurgie dort nutzen, wo sie unseren Patienten einen Mehrwert bietet“, sagt Dr. med. Maximilian Freiherr von Feilitzsch, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie sowie Projektleiter für die Systemimplementierung. „Unsere Stärke ist die Verbindung aus moderner Technologie und der Erfahrung unserer Operateure. Perspektivisch können wir damit auch anspruchsvolle minimalinvasive Eingriffe bei ausgewählten Patienten weiterentwickeln.“
 
Präzision, Sicht und Rückmeldung – Unterstützung für den Operateur
Die fünfte Generation des da Vinci-Systems vereint mehrere Verbesserungen. Dazu gehören eine hochauflösende dreidimensionale Sicht, eine ergonomische Bedienung sowie Instrumente mit einer verbesserten Rückmeldung über die auf das Gewebe ausgeübten Kräfte. Der Operateur steuert die Instrumente selbst und erhält dabei zusätzliche Informationen, die ihn bei seinen Entscheidungen und Bewegungen unterstützen können. Für das OP-Team sind zugleich standardisierte und gut aufeinander abgestimmte Abläufe wichtig. Die Technik soll die Arbeit unterstützen, aber weder die ärztliche Entscheidung noch die Erfahrung des Teams ersetzen.
 
Sicherheit an erster Stelle
Bevor die ersten Patienten operiert werden, durchlaufen die beteiligten Mitarbeitenden ein umfangreiches Trainingsprogramm. Dies umfasst strukturierte Einweisungen, Simulationen, praktische Übungen am Phantom sowie Hospitationen in anderen Krankenhäusern. Projektleiter Freiherr von Feilitzsch betont: „Wir haben intensiv in die Vorbereitungen mit Ausbildung und Übung der standardisierten Abläufe mit dem da Vinci 5 investiert. Denn im OP bleibt die Verantwortung dort, wo sie hingehört: beim Menschen. Die Technologie ist kein Ersatz für chirurgische Expertise, der Operateur trifft die Entscheidungen und der Roboter ist ein unterstützendes Werkzeug.“
 
Bewusste Investition trotz schwieriger Rahmenbedingungen
Die Entscheidung für das neueste Operationssystem fällt in eine Zeit, in der Krankenhäuser erheblichem wirtschaftlichem Druck ausgesetzt sind. Für das HBK ist gerade deshalb klar, dass Zukunftsinvestitionen nicht aufgeschoben werden dürfen. „Wir alle wissen, unter welchen finanziellen Rahmenbedingungen Krankenhäuser heute arbeiten“, sagt Bianca Steiner, Geschäftsführerin des HBK. „Gerade deshalb müssen wir zusammen mit unserem Aufsichtsrat bei Investitionen sehr genau hinschauen. Der da Vinci 5 ist für uns keine Anschaffung um der Technik willen. Wir investieren damit in die Leistungsfähigkeit unseres Hauses, in unsere Mitarbeitenden und in die medizinische Versorgung der Menschen in unserer Region. Wenn wir auch künftig komplexe Medizin auf hohem Niveau vor Ort anbieten wollen, müssen wir heute die Voraussetzungen dafür schaffen.“
„Wir bauen Strukturen und Erfahrung auf, um unseren Patienten auch künftig die bestmögliche chirurgische Versorgung anbieten zu können. Als Schwerpunktversorger und zertifiziertes Onkologisches Zentrum übernehmen wir Verantwortung gerade dann, wenn Erkrankungen besonders komplex sind und Patienten eine hohe operative Expertise benötigen. Die Technik ist neu, unsere chirurgische Verantwortung und unser Anspruch an die Patientensicherheit sind es nicht“, sagt Freiherr von Feilitzsch. Mit dem Beginn der Eingriffe in der Viszeralchirurgie in der kommenden Woche startet am HBK damit eine neue Entwicklungsphase: Der da Vinci 5 wird schrittweise in die klinischen Abläufe integriert und sein Einsatzspektrum konsequent auf andere Fachbereiche ausgeweitet.
 


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